Name: Lepanthes saltatrix Luer & Hirtz
Synonyme:
Etymologie: saltatrix = Tänzerin — bezieht sich auf die anmutige, fast schwebende Erscheinung der Blüte, die an eine tanzende Figur erinnert.
Vermehrung: Aus Samen;
Erstbeschreibung: 1996 von Carlyle August Luer und Alexander Hirtz in „Monographs in Systematic Botany from the Missouri Botanical Garden“.
Herkunft / Verbreitung: Ecuador (Provinz Pastaza).
Standort / Habitat: Epiphytisch in sehr feuchten, kühlen Nebelwäldern in Höhenlagen um 1000 m. Sie wächst bevorzugt auf dünnen, moosbedeckten Zweigen in schattigen Bereichen mit extrem hoher Luftfeuchtigkeit.
Beschreibung & Anmerkungen: Lepanthes saltatrix ist eine filigrane Miniatur-Orchidee mit aufrechten Ramicauls, die von eng anliegenden, lepanthiformen Scheiden umhüllt sind. Die Blätter sind eiförmig, am Ende spitz zulärend und oft leicht purpurn behaucht. Die Blütenstände sind fadenförmig und tragen nacheinander mehrere farbenprächtige Blüten. Die Sepalen sind meist transparent-gelblich oder rötlich, während die komplex geformten Petalen und die Lippe oft leuchtend rot oder orange gefärbt sind.
In der Kultur benötigt diese Art ein stabiles, kühles bis temperiertes Klima. Da sie keinerlei Speicherorgane besitzt, reagiert sie empfindlich auf jede Form der Austrocknung. Das Substrat (bevorzugt lebendes Sphagnum-Moos oder aufgebunden auf feuchtigkeitsspeichernden Unterlagen) muss stets feucht bleiben. Eine hohe Luftfeuchtigkeit von über 80 % und der Einsatz von kalkfreiem Wasser (Regen- oder Osmosewasser) sind für die erfolgreiche Pflege dieser spezialisierten Art unerlässlich.