Name: Bulbophyllum vaginatum (Lindl.) Rchb.f.
Synonyme: Cirrhopetalum vaginatum Lindl.; Phyllorkis vaginata (Lindl.) Kuntze.
Etymologie: vaginatum leitet sich vom lateinischen vagina (Scheide/Hülle) ab und bezieht sich auf die großen, scheidenartigen Hochblätter an der Basis des Blütenstandes.
Vermehrung: Aus Samen;
Erstbeschreibung: 1830 von John Lindley als Cirrhopetalum vaginatum beschrieben; 1864 von Heinrich Gustav Reichenbach in die Gattung Bulbophyllum überführt.
Herkunft / Verbreitung:
Südostasien (Thailand, Malaysia, Indonesien, Borneo, Philippinen).
Standort / Habitat:
Epiphytisch wachsend in Tieflandregenwäldern und Mangroven in Höhenlagen von Meereshöhe bis ca. 600 m. Die Art bevorzugt warme Bedingungen und ist oft an exponierteren Stellen mit guter Luftbewegung zu finden.
Beschreibung & Anmerkungen:
Diese Art gehört zur Sektion Cirrhopetalum und ist bekannt für ihre spektakulären, fächerförmigen Blütenstände. Die gelben bis cremefarbenen Blüten besitzen extrem verlängerte seitliche Sepalen, die wie feine Fäden herabhängen und dem Blütenstand ein „haariges“ oder feingliedriges Aussehen verleihen. Die Pseudobulben sind eiförmig und wachsen in regelmäßigen Abständen an einem kräftigen Rhizom.
In der Kultur benötigt Bulbophyllum vaginatum warme Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Aufgrund des kriechenden Wuchses und der herabhängenden Blütenstände ist eine Kultur aufgebunden auf Kork oder in flachen Hängekörben ideal. Das Substrat sollte während der Wachstumsphase feucht gehalten werden, wobei eine gute Drainage und Luftzirkulation unerlässlich sind, um die empfindlichen Wurzeln gesund zu erhalten.