Name: Bulbophyllum pardalotum Garay, Hamer & Siegerist
Synonyme:
Etymologie: pardalotum = wie ein Leopard gefleckt — bezieht sich auf die markante Punktierung der Blütenblätter (griechisch pardos für Leopard).
Vermehrung: Aus Samen
Erstbeschreibung: 1995 durch Leslie Andrew Garay, Fritz Hamer und Emly S. Siegerist im Lindleyana.
Herkunft / Verbreitung: Philippinen (Endemit auf der Insel Luzon).
Standort / Habitat: Epiphytisch wachsend in Bergwäldern in Höhenlagen von ca. 1.500 bis 2.000 Metern. Die Art bevorzugt kühle bis temperierte Bedingungen bei ganzjährig hoher Luftfeuchtigkeit und moderater Beschattung.
Beschreibung & Anmerkungen: Bulbophyllum pardalotum ist eine kriechende Miniatur-Orchidee mit eiförmigen bis vierkantigen Pseudobulben, die in Abständen von etwa 2 bis 4 cm an einem verzweigten Rhizom wachsen. Jede Pseudobulbe trägt ein einzelnes, ledriges, aufrechtes Blatt. Die auffälligen Blüten sind leuchtend gelb bis orange-gold und mit tiefroten oder bräunlichen Flecken und Streifen gemustert.
Besonders faszinierend ist die Biologie der Blüte: Sie öffnet sich am Morgen und schließt sich am Abend, wobei sich dieser Vorgang über etwa 10 Tage wiederholen kann. In Kultur sollte die Pflanze aufgrund ihres kriechenden Wuchses vorzugsweise auf Kork oder Baumfarn aufgebunden werden. Sie benötigt eine sehr gute Luftzirkulation und darf nie vollständig austrocknen, wobei Staunässe strikt zu vermeiden ist.