Name: Zootrophion serpentinum Luer
Synonyme:
Etymologie: serpentinum = schlangenartig, gewunden — bezieht sich vermutlich auf die kriechende, verlängerte Wuchsform des Rhizoms oder die Form der Triebe. Vermehrung: Aus Samen;
Erstbeschreibung: 1984 von Carlyle A. Luer in Selbyana (7: 349).
Herkunft / Verbreitung: Ecuador.
Standort / Habitat: Epiphytisch wachsend in feuchten, kühlen bis temperierten montanen Nebelwäldern der Anden. Die Art gedeiht an schattigen Standorten auf bemoosten Ästen bei konstant hoher Luftfeuchtigkeit und stetiger Luftbewegung.
Beschreibung & Anmerkungen: Zootrophion serpentinum ist eine faszinierende Miniatur-Orchidee, die sich durch ein für die Gattung ungewöhnlich kriechendes, verlängertes Rhizom auszeichnet, wodurch die Pflanze einen eher rankenden oder schlangenartigen Habitus annimmt. Die aufrechten Ramicauls sind von röhrenförmigen Scheiden umhüllt und tragen jeweils ein einzelnes, lederartiges, elliptisches Blatt. Die fleischigen Blüten zeigen die typische „Fensterblüte“ der Gattung, bei der die Sepalen an den Spitzen verwachsen bleiben und nur seitliche Öffnungen für die Bestäuber freigeben.
In der Kultur benötigt diese Art halbschattige bis schattige Bedingungen im temperiert-kühlen Bereich. Da keine Pseudobulben als Wasserspeicher vorhanden sind, darf das Substrat (feines Moos oder eine feine Rindenmischung) nie vollständig austrocknen. Eine hohe Luftfeuchtigkeit und kalkfreies Gießwasser sind für die feinen Wurzeln essenziell.